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Einfach anders ist...

Bianca

Mein Praktikum absolvierte ich bei der siebenköpfigen Familie Zindel in Trimmis. Vater Urs ist Landwirt und hat einen grossen Landwirtschaftsbetrieb mit Milchkühen. Ursula, die Mutter, ist Krankenschwester,  aber zurzeit ist sie Hausfrau und hilft im Betrieb mit. Sina, die älteste Tochter, ist 11 Jahre alt, Julia ist 9, Lea ist 7, dann kommt die vierjährige Barbara, und der einzige Junge Jan ist 2 Jahre alt.
Die Familie ist sehr nett, und alle hatten mich sofort aufgenommen. Ich arbeitete von 07.00 Uhr morgens bis 13.00 Uhr und nachmittags von 14.00 Uhr bis ungefähr 20.00 Uhr. Am Freitag konnte ich früher gehen. Die Zeit verging sehr schnell und es war nie langweilig; ich musste im Haushalt mithelfen, Kürbisse ernten und zu den Kindern schauen. Neues gelernt hatte ich im Garten, die vielen Sorten Kürbisse und alles was man damit machen kann. Aus der Schule konnte ich die Rezepte anwenden. Mit der deutschen Sprache funktionierte es gut, ich sprach sehr viel. Auch wenn nicht immer alles richtig war, wir verstanden uns gut und hatten ein gutes Verhältnis zueinander.


Ann-Christin

Familie Giovanoli, bei der ich gerade mein Familienpraktikum absolviere, lebt in einem kleinen Dorf namens Vicosoprano im Bergell. Der Familienvater Massimo arbeitet im Forstamt, während seine Frau Annika sich zu Hause um die vier Kinder und das Haus kümmert. Ihr ältester Sohn, Timo, ist sechs Jahre alt, dann folgt Saania mit fünf Jahren, Ella ist zwei Jahre alt und das Nesthäkchen Vaalea ist seit einem halben Jahr ein Mitglied der Familie.
Mein Tag beginnt um sieben Uhr mit dem Anziehen der Kinder, die um halb neun zum Kindergarten losgehen. Nach dem Frühstück hat Annika ihre Zeit, in der sie zum Sport geht und ich mit Ella alleine zu Hause bleibe und mich um den Haushalt und ums Mittagessen kümmere. Danach darf ich für eine Stunde Pause machen, bevor ich am Nachmittag entweder eine Arbeit im Haus übernehme oder mit den Kindern zum Spielplatz gehe. Mein Tag endet um 19 Uhr, wenn das Abendessen vorbei und die Küche sauber ist.
Ich wurde mit offenen Armen empfangen und habe mich von Anfang an in dieser Familie sehr wohl gefühlt. Sie sind freundlich und herzlich zu mir, so macht es mir Freude den Giovanolis im Alltag unter die Arme zu greifen. Auch zeigen sie mir gegenüber viel Dankbarkeit, was für mich nicht selbstverständlich ist und mich motiviert, meine Arbeit so gut wie möglich zu erledigen. Wir haben ein gutes Verhältnis zueinander und auch schon viele Gemeinsamkeiten entdeckt. Ich freue mich auf den zweiten Teil des Praktikums und auf weitere schöne
Erlebnisse.


Riccarda

Nun bin ich schon seit sechs Wochen bei der Familie Schmid in Untervaz. Während diesen Wochen durfte ich verschiedene Haus- und Gartenarbeiten übernehmen und bei der Kinderbetreuung verschiedene Aktivitäten wie MuKi-Turnen und Kindersingen erleben. Zu meinen Arbeiten gehört der alltägliche Haushalt (kochen, putzen, waschen, Gemüse und Früchte einmachen).
Der Tages- und Wochenablauf von Familie Schmid ist sehr abwechslungsreich, d.h. ich musste mich stets auf neue Situationen und Bezugspersonen einlassen. Für mich war dies kein Problem und ich fand es spannend, jeden Tag etwas Neues zu erleben und zu lernen. Die Familie hat mir gezeigt, dass meine Arbeit auch geschätzt wurde.
Was ich sicher aus den Erfahrungen meines Praktikums mitnehmen werde:
-  die Balance finden zwischen Hausarbeiten und sonstigen Aktivitäten
-  man kann die Hausarbeiten auf verschiedene Arten ausführen
-  mit Kindern kann sich der Tagesplan sehr schnell ändern
-  die Akzeptanz der Kinder kann man nicht erzwingen und braucht Zeit
-  man muss immer präsent sein, auch wenn man sich nicht gut fühlt 


Lara

Ich habe mein Familienpraktikum in Furna bei der Familie Sprecher absolviert. Die Familie Sprecher ist eine sechsköpfige Familie, bestehend aus dem Vater Marco, der Mutter Vreni und den vier Kindern Melanie (8), Valeria (6), Alina (4) und Ronja (2). Die Familie lebt auf einem Bauernhof; auf welchem eine Mutterkuherde und 40 Pferde leben. 
Mein Arbeitstag begann immer um 6.45, da musste ich das Frühstück bereitstellen. Dann ging es weiter mit den morgendlichen Vorbereitungen für die Schule, den Kindergarten… (Frisuren machen, Znüni einpacken…). Danach wurde das Haus auf Vordermann gebracht, je nachdem schon für das Mittagessen etwas vorbereitet, und so weiter... Vreni und ich hatten immer zwei fleissige kleine Helferlein dabei, die uns tatkräftig unterstützten… Am Nachmittag waren wir oft draussen und mit den Tieren des Hofes beschäftigt…
Ich habe von Vreni viel Neues gelernt, vor allem neue Rezepte, durfte jedoch aber auch viele Sachen aus der Schule anwenden... 
Ein spezielles Erlebnis war für alle der Alpabzug. Jeder durfte irgendwo anpacken und mithelfen, das Vieh und die Pferde wieder auf die eigenen Wiesen zu bringen. 
Ich fand sehr schnell Anschluss in der Familie und wurde rasch aufgenommen. Außerdem wurde meine Arbeit auch immer geschätzt. Ich habe meine vier „Wiiblis“ sehr schnell in mein Herz geschlossen, und freue mich auf die zweite Hälfte des Praktikums. 


Ileana

Ich habe das Praktikum in einem Altersheim (Bodmer, Chur) absolviert.

Am Anfang war ich nicht so motiviert, weil arbeiten in einem Altersheim nicht mein Wunschberuf ist, aber nachher, mit der Zeit habe ich viel gelernt und habe mit den Bewohnern einen guten Kontakt aufgebaut.

Bei der Pflege habe ich wirklich viel profitiert, weil mein Team mich schon von Anfang an mit der Betreuung eines Bewohners allein beauftragt hat, und ich habe dabei viel allein und selber gelernt.  Wenn ich eine Frage hatte, gaben sie mir immer eine Antwort. Deutsch habe ich auch viel gelernt, darüber bin ich sehr froh.

Ich habe viel gelernt, aber nicht nur in die Pflege und mit der deutschen Sprache. Diese Leute haben mir viele schöne und neue Sachen für mein Leben und für meine Zukunft gegeben.

Der Tagesablauf

Der Arbeitstag fängt um 7:00 Uhr an und wir beginnen mit der Pflege (Frühstück bereitstellen, duschen, Teilwäsche etc.)

Um 11:30 Uhr essen die Bewohner das Mittagessen und um 12:00 Uhr legen sie sich ins Bett und ruhen sich ein bisschen aus.

Um 14:00 Uhr gibt es Kaffee und Dessert. Ich spreche und ich spiele mit den Bewohnern.

Sie haben auch verschiedene Aktivierungstherapien (singen, Kartenspielen etc.) und sie bleiben da bis ca. 17:00 Uhr. Um 17:30 Uhr gibt es das Abendessen, nachher mache ich die Pflege (Zähne/Zahnprothese putzen, zur Toilette begleiten und ins Bett bringen.)

Diese Leute haben mir viel gegeben, sie haben viel Geduld (Betreff der Sprache und der Pflege) mit mir gehabt und ich danke ihnen dafür. Dieses Erlebnis werde ich nie vergessen.

Zu Beginn dieses Praktikums wollte ich nie in einem Altersheim arbeiten, jetzt habe ich meine Meinung geändert. 


Laura

Mein Praktikum durfte ich im Pflegeheim Glienda in Andeer absolvieren. Vor dem Praktikumsbeginn hatte ich ein wenig Bedenken, da ich nicht genau wusste, ob das Pflegeheim der richtige Ort für mich ist.

In meinen ersten Praktikumswochen durfte ich die Pflegehilfen bei ihren Arbeiten begleitet und konnte ihnen ein paar Kleinigkeiten abnehmen. Mir wurden danach vier Bewohnerinnen zugeteilt. Diese Bewohnerinnen durfte ich bei der Körperpflege am Morgen und am Abend unterstützen. Zwischendurch durfte ich die Bewohner/-innen mit kleinen Spässen oder Gesprächen aufmuntern oder die Bewohner/-innen in der Tagesstätte mit verschiedenen Aktivitäten fit halten.  Die Einteilung meiner Zeit war mir gut gelungen, da ich auch immer genügend Zeit bekommen habe. Ich wurde im Früh- und Geteiltendienst eingeteilt und hatte so mit meiner Arbeitszeit und Freizeit eine gute Abwechslung.

In diesem Praktikum konnte ich viele verschiedene Seiten des Pflegeheims sehen. Die schönen Momente, bei denen man den dementen Leuten wieder einen Sinn des Lebens geben und diese zum Lachen bringen kann. Die weniger schönen Momente, wo man machtlos zusehen muss, wie Menschen mit Schmerzen umgehen müssen oder in ihrer eigenen Welt verzweifeln. Ich musste auch lernen einen terminalen Bewohner zu pflegen und zu verabschieden.

Ich bin dem Team vom Glienda sehr dankbar, dass sie mich in meinem Praktikum wohlbehütet und wertschätzend begleitet und unterstützt haben.


Sarah

Ich absolvierte mein Praktikum im Spital Thusis und hatte meine eigenen Aufgaben, die ich jeden Tag erledigen musste.

Am Morgen z.B. Botengänge (Blut ins Labor bringen, Anmeldungen für die Physiotherapie, EKG bringen…), putzen, Patienten wägen, Steri waschen und in die Sterilisation bringen, die Unterlagen der stationären Austritte den Sekretärinnen bringen. 

Während dieser Zeit musste ich auch immer auf die Glocke gehen sowie die Diplomierten unterstützen. Am Morgen war das z.B. den Patienten beim Waschen helfen, die sturzgefährdeten Patienten auf die Toilette begleiten, mobilisieren, Patienten vom OPS holen und in den Wachsaal bringen.

Am Mittag den Essenswagen holen und das Essen verteilen.

Am Nachmittag die Materialien der Station auffüllen, Ämtli (MO: Materialwagen holen und das Material versorgen, Di: den Wachsaal putzen und die Stethoskope in allen Zimmern desinfizieren, Mi: wieder den Materialwagen holen und das Material versorgen, Fr: alle Ausgüsse putzen), die Steri von der Sterilisation holen und versorgen. Manchmal auch mit den Patienten spazieren.

Ich hatte während diesen Monaten Früh-, Spät-, und Wochenenddienst.


Sara

Meine Zeit in der Kinderkrippe Wigwam war sehr lehrreich. Ich habe verschiedene Sachen im Umgang mit Kindern gelernt. Zum Beispiel wie man einen Streit schlichtet oder ein Kind am besten beruhigt. Auch dass man nicht immer nur lieb und nett sein kann,  sondern auch klare Grenzen setzen muss, damit die Kinder die Betreuer ernst nehmen. Jeden Tag kamen ca. 15 andere Kinder und somit auch andere Herausforderungen, die zu bewältigen waren. Mein Praktikum war sehr spannend und sehr abwechslungsreich. Es hat mir sehr viel Freude bereitet, täglich mit den Kindern zu malen, spielen, basteln und nach draussen zu gehen. Ich habe mich mit allen Kindern sehr gut verstanden und sie sind mir schon nach kurzer Zeit ans Herz gewachsen. Das Team, in welchem ich arbeitete, war sehr freundlich und offen. Ich habe mich sehr schnell dort wohlgefühlt.  Ich durfte viele positive Erfahrungen sammeln, wofür ich dem Team und den Kindern sehr dankbar bin.

Martina

Ich habe mein Praktikum bei der Stiftung Scalottas Scharans absolviert. Die Stiftung Scalottas verfügt über zwei Kinderwohngruppen mit rund 12 Kindern und elf Wohngruppen mit rund 73 Erwachsenen mit einer Behinderung, davon zwei Wohngruppen speziell für Menschen mit einer Hirnverletzung in unterschiedlichen Stadien.
Ich bin bei der Gruppe „Haselstein“ eingeteilt worden. Die Gruppe ist mit sieben Bewohnern zwischen 19 und 30 Jahre alt zusammengesetzt. Am Anfang ist die Arbeit mit behinderten Leuten für mich sehr schwierig gewesen. Vor allem habe ich Angst gehabt, weil ich die Reaktionen den Bewohnern nicht gekannt habe. Manche Bewohner haben mit Schlägen oder mit Bisse nach meinen Pflegungen reagiert. Diese Angst habe ich nach dem Kennenlernen den Bewohnern besiegt. Danach habe ich mich sicherer und wohler bei der Arbeit gefühlt.
Insgesamt ist eine sehr schöne Erfahrung gewesen, welche meine Lebenseinstellung positiv beeinflusst hat. Es ist mir bewusst worden, wie wir gesunde Menschen glücklich sind. Dank dieser Erfahrung ist mir auch klar geworden, dass die Gesundheit die wichtigste Sache ist, die jemand besitzen kann.
Ich werde diese Erfahrung nie mehr vergessen!


Cécil

Mein 19-wöchiges Praktikum im Alters und Pflegeheim in Klosters war für mich eine sehr intensive und spannende Lebensschule, die ich nie vergessen werde. Ich knüpfte neue oder altbekannte Freundschaften wieder hervor, die mir den Abschied nicht gerade leicht machten.

Die anfallenden Arbeiten waren abwechslungsreich und forderten mich immer wieder aufs Neue heraus. Ich durfte schon nach kurzer Zeit selbstständig arbeiten und wurde auf dem Arbeitsplan auch alleine eingeteilt. Nach meiner Lehre als Gärtnerin könnte ich mir es vorstellen, in der Pflege zu arbeiten.

Um 7:00 ist Arbeitsbeginn, der Morgen fängt an mit der Pflege der Bewohner, wecken, waschen, anziehen und das Morgenessen parat stellen, je nach Bewohner auch Hilfe bei der Einnahme des Essens. Die Zimmer müssen immer gereinigt werden nach jeder Morgentoilette, das Bett muss gemacht sein, die Kübel müssen geleert werden und frische Luft würde auch nicht schaden.

Von 10:00 bis 10:20 hatte ich beim geteilten Dienst Pause, danach hatten wir Rapport, in dem wir von jedem Bewohner, den wir pflegten, einen kurzen Bericht ablieferten und Auffälligkeiten gemeinsam besprachen. Das Besprochene wurde anschliessend im Computer von jedem Pfleger selbst eingetragen. Um 12:00 wurde das Mittagessen serviert. Danach wurde ein Mittagsschläfchen genehmigt. Den Nachmittag gestalteten alle anders, je nach Besuch, Terminen, Veranstaltungen usw., aber zum Abendessen trafen sich alle wieder am selben Tisch. Nach dem Abendbrot halfen wir den Bewohnern beim Ausziehen, Reinigen und wünschten eine erholsame Nacht.

Der Beruf „Pflege“  beinhaltet viel mehr, als manche meinen, wir sind Seelenklempner, Putzfrauen, Tagesbegleiter, Modeberater, Coiffeure, Kellner, Sänger, Übermittler, Komiker, Google und noch vieles mehr, man kann sagen fast ein Stück Familie.


Sharon

Am Anfang war ich sehr erstaunt, dass ich mein19-wöchiges Praktikum im Kantonsspital Chur absolvieren durfte. Als ich einen Bestätigungsbrief vom Kantonsspital bekommen habe, habe ich mich sehr darüber gefreut. Diesen Weg wollte ich von Anfang an verfolgen.

Als ich hier im Kantonsspital ankam, haben sie mich mit offenen Armen aufgenommen und bei allem unterstützt und mich motiviert. Doch ich fühlte mich nicht sehr wohl, weil ich mich sprachlich mit den Arbeitskollegen und Patienten nicht gut ausdrücken konnte. Aber im Laufe der Zeit konnte ich sie immer besser verstehen.

Mein Tagesablauf beginnt am Morgen um 07:00 Uhr. Als erstes kontrolliere ich meine Patientenliste („to do“ Liste) und schaue, bei wem ich was machen muss. Dann bereite ich meine Sachen vor, die ich für die Vorbereitung der Zimmer benötige und für die Körperpflege der Patienten.

Meine Aufgabe ist es, den Patienten zu helfen sich zu waschen und die Betten neu zu beziehen. Den älteren Leutenhelfe ich sich hinzulegenoder vor die Dusche zu gelangenoder mache mit ihnen einen Spaziergang. Auch das Essen schneide ich ihnen klein, wenn sie es nicht selber könnenund helfe ihnen beim Essen. So endet mein Morgenablauf.

Um ca. 13:00 Uhr haben wir immer eine Teambesprechung.

Am Nachmittag bereite ich den Ausguss vor, fülle die Überwachungsformulare der Patienten aus und manchmal wasche ich den Patienten auch die Haare.

Wenn sie mal mit der Glocke klingeln, schaue ich nach, was sie brauchen und wenn ich nichts mehr zu tun habe, helfe ich der Roomservices  aus, z.B den Tee servieren und die Küche zu säubern und kümmere mich auch noch um die Ein- und Austritte.

Dieses Praktikum hat mir geholfen selbständiger zu werden und das schätze ich sehr. Um zu sehen, was es bedeutet, alleine zu leben und alles alleine zu erledigen. Es hat mir auch gezeigt, was es bedeutet, fit und gesund zu sein.

Es mir geholfen, Menschenkenntnisse zu erhalten und hilfsbereiter als andere zu sein.

Dieses Praktikum hat mir sehr viel Lachen und Liebe mit den Kollegen und Patienten geschenkt.

Es gab lustige sowie auch sehr strenge Momente. Ich habe verstanden, was es bedeutet, bei der Arbeit eine gute Atmosphäre zu haben und wie sozial aber auch stark man charakterlich sein muss.

Es war eine Erfahrung, die mir sehr gefallen hat, und zudem hat es mir die Möglichkeit gegeben, eine neue Sprache zu erlernen und eine andere Mentalität zu erleben. Verschiedene Gerichte lernte ich kennen, die ich Zuhause nie gegessen habe.


 Nadine

Der erste Arbeitstag begann für mich 08:00 Uhr morgens. Als erstes wurde mir alles gezeigt und die anwesenden Mitarbeiter vorgestellt. Die ersten paar Wochen wurde ich immer von einer Pflegerin begleitet. Ich war für drei Bewohner zuständig. Diese Verantwortung und Zeiteinteilung war anfangs ein wenig stressig, da ich den passenden Ablauf nicht hatte. Mit der Zeit ging es dann einfach wie von selbst. Für mich begann der Arbeitstag jeden Morgen um 06:45, meistens hatte ich geteilten Dienst. Dies war jeweils von 06:45 bis 12:30 und von 17:15 – 20:00 Uhr. Meine Hauptaufgaben waren Körperpflege und die Bewohner unterhalten. In diesem Praktikum habe ich gemerkt, wie schnell das Leben vorbei sein kann. Ich durfte zusammen mit zwei dipl. Pflegerinnen einen Mann pflegen, welcher im Sterben lag. Jedes Mal bei der Pflege musste ich mir die Tränen zurück halten, es brach mir das Herz, einen Menschen so leiden zu sehen. Wenige Tage später verstarb der Mann. Als ich dies erfuhr, wollte und konnte ich mir meine Tränen nicht mehr zurückhalten. Am letzten Tag, als ich mich bei „meinen“ Bewohnern verabschiedete, fing Frau P. an zu weinen und wollte nicht verstehen, dass ich gehen musste. Zu Frau P. habe ich in dieser kurzen Zeit ein sehr gutes und schönes „Verhältnis“ aufgebaut. Wir lachten jeden Tag zusammen, gingen spazieren, machten Spiele und viel mehr. Wir verstanden uns vom ersten Tag an super. Dieses Praktikum hat mir gezeigt, dass das Leben, egal in welcher Situation, wundervoll ist und man jeden einzelnen Moment schätzen sollte. 


        

Ladina


Ich durfte mein zweites Praktikum in der Kinderkrippe im Oberengadin absolvieren, was mich sehr gefreut hat. Die Arbeit mit den Kindern war wirklich sehr schön und hat mir gut gefallen. Das Einzige was gewöhnungsbedürftig war, dass ich nicht jeden Tag zur selben Uhrzeit mit der Arbeit begonnen habe, aber man gewöhnt sich schnell dran. Das Team war sehr freundlich und hilfsbereit. Ein normaler Tag in der Kinderkrippe fing am Morgen mit dem Z’nüni an. Alle sassen dann im Kreis und sangen unser Willkommenslied. Nach dem Z’nüni gingen wir entweder raus oder machten was drinnen, einmal pro Tag gingen wir aber immer raus zum Spazieren. Wir hatten verschiedene Varianten von Spaziergängen, welche wir immer gingen. Wenn wir drinnen blieben, dann bastelten wir was oder die Kinder durften frei spielen. Beim Mittagessen waren alle zusammen. Nach dem Mittagessen gab es verschiedene Aufgabe, die wir erledigen mussten; entweder den Kindern die Zähneputzen, Schlafen gehen, Küche machen oder das Esszimmer putzen. Die Arbeit mit den Kindern wird mir sehr fehlen, weil es sehr schön und eine dankbare Aufgabe war.


Tiziana

Ich konnte mein Praktikum im Kantonsspital Chur auf der Station D2 absolvieren. Es hat mir sehr gefallen und ich habe viel gelernt in den 19 Wochen. Im Kantonsspital konnte ich einen sehr guten Einblick erhalten und Erfahrungen sammeln, was ein Spital-Tag beinhaltet. In den ersten paar Tagen habe ich überall eine Einführung bekommen und damit konnte ich dann sehr schnell etwas selbständig machen. Meine Arbeitszeit war immer von 07.00 - 16.00 Uhr. In der Pflege konnte ich die Körperpflege bei meinen eingeschränkten Patienten durchführen. Im Room-Service konnte ich das Essen bringen und die Zimmer pflegen. Der administrative Teil war auch interessant, weil man erfahren hat, was man alles im „Büro“ machen muss. Für meine Fragen war das Team immer offen und hat sie mir verständlich beantwortet, was ich sehr geschätzt habe. Ich habe mich sehr schnell eingelebt und alle haben mich sehr schnell als ein Teammitglied betrachtet.

Ich danke euch nochmals für alles, ihr, seid ein super Team!

Laura

Ich machte mein Praktikum im Altersheim in Jenaz. Ich habe den ersten Monat nur unter Anleitung gearbeitet und musste mit einer ausgebildeten Person mitlaufen. Von da an habe ich einen Monat lang das Frühstücksbuffet betreut und den Bewohnern das Frühstück vorbereitet und Getränke verteilt. Ich durfte auch schon, grösstenteils selbstständig, Bewohner pflegen. Ab Mai durfte ich ganz in die Pflege. Ich habe dann auch Bewohner gepflegt, die nicht selbstständig waren und die bei allem Hilfe brauchten.Wenn ich am Nachmittag mal nichts zu tun hatte, habe ich mit den Bewohnern ein Spiel gemacht oder bin mit ihnen spazieren gegangen.

Ich habe viel dazu gelernt und es hat mir sehr Spass gemacht.

Deliah

Ich war 19 Wochen im Spital Thusis im Praktikum, das war sehr praktisch für mich, weil es nur 10 Minuten von meinem Zuhause entfernt ist. Ich habe mich auf die Zeit eigentlich sehr gefreut, war aber  gespannt und auch ein wenig ängstlich wie es wird, da ich vom Familienpraktikum ein wenig enttäuscht war.
Auf der Station, wo ich war, waren medizinische und chirurgische Patienten gemischt. Ich wurde im Früh- und Spätdienst als Pflegehilfe eingesetzt und musste nicht mehr als an zwei Wochenenden im Monat arbeiten. Die Arbeitszeiten von 7 ½ und 8 Stunden wurden immer eingehalten.
Meine Aufgaben wurden mir am Anfang  immer gut erklärt und deshalb konnte ich relativ schnell selbständig arbeiten. Meine Arbeiten waren abwechslungsreich, ich war zuständig für die hauswirtschaftlichen Arbeiten wie Zimmer putzen und aufräumen, Essen verteilen und einsammeln und die Station aufgeräumt zu halten. Die hauptsächliche Arbeit bestand darin mich um die Patienten  zu kümmern, wenn sie Hilfe brauchten bei der Körperpflege oder wenn sie sonst eingeschränkt waren.  Für Fragen war das Team mir gegenüber immer offen und ehrlich, was ich sehr geschätzt habe.
Ich fühlte mich nach einiger Zeit sehr wohl und wurde als vollwertiges Teammitglied angesehen.
Die Zeit war sehr lehrreich für mich und ich habe viele Erfahrungen gesammelt, vor allem bei der Patientenbetreuung und -pflege, die mir für meine weitere Lehre als Fachfrau Betreuung sicherlich nützlich sind.

Das Wort „Durchhaltevermögen“  beschreibt mein Praktikum sehr gut, da es für mich am Anfang nicht so einfach war von der Schule direkt in die Arbeitswelt zu kommen und den ganzen Tag eine Verantwortung zu haben. Ich denke aber, dass mich das Praktikum gestärkt und reifer gemacht hat und ich bin stolz, dass wir es alle so gut durchgehalten haben.